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Job offer DM-881 | Freie Universität Berlin
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Freie Universität Berlin

Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie - Institut für Chemie und Biochemie - Anorganische Chemie, AG Radiochemie

Die AG Huittinen am Institut für Chemie und Biochemie der Freien Universität Berlin forscht auf den
Gebieten der Anorganischen Festkörperchemie und Radiochemie. Im Mittelpunkt stehen molekulare
Komplexe und Festkörpermaterialien mit f-Elementen und Technetium. Wir untersuchen, wie
Zusammensetzung, Redoxchemie und Koordinationsumgebung deren strukturelle und elektronische
Eigenschaften bestimmen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Materialien für den nuklearen
Brennstoffkreislauf und die sichere Entsorgung radioaktiver Abfälle. Dabei verbinden wir die Synthese
neuer Materialien mit modernen strukturaufklärenden und spektroskopischen Methoden, um sowohl
grundlegende chemische Fragestellungen als auch anwendungsorientierte Probleme zu bearbeiten.

Wiss. Mitarbeiter*in (w/m/d) (DM-881)

mit 75%-Teilzeitbeschäftigung
befristet bis zum 31.10.2029
Entgeltgruppe E13 TV-L FU
Kennung: DM-881

Aufgabenbeschreibung

Die ausgeschriebene Stelle (w/m/d) ist Teil des Verbundprojekts ATLAS – Strukturelle Stabilität und
Integrität von abgebrannten Kernbrennstoffphasen von der Zwischenlagerung bis zur Endlagerung:
Verknüpfung von atomistischem Verhalten und technischen Aspekten, das vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert wird (vorbehaltlich der Mittelbewilligung).

Das Projekt vereint Wissenschaftler*innen des Forschungszentrums Jülich, des Helmholtz-Zentrums
Dresden-Rossendorf, der Freien Universität Berlin, der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der
RWTH Aachen. Ziel des Verbundprojekts ist es, den Einfluss von Strahlenschäden auf die Langzeitstabilität abgebrannter Kernbrennstoffe während einer verlängerten Zwischenlagerung zu untersuchen. An der Freien Universität Berlin liegt der Schwerpunkt auf strahlungsinduzierten Veränderungen oxidischer Materialien, die für abgebrannte Kernbrennstoffe relevant sind.

Aufgabengebiet:

  • Synthese Cer-basierter oxidischer Modellmaterialien, polykristallines CeO2 sowie mit
    Lanthaniden und Zirkonium dotierte Varianten, über nasschemische und festkörperchemische
    Routen. Diese Materialien bilden die erhöhten Spaltproduktgehalte hochabgebrannter
    Brennstoffe nach.
  • Herstellung radionuklidhaltiger Modellverbindungen, insbesondere Pu-basierter Perowskite, im
    Rahmen von Forschungsaufenthalten an Partnereinrichtungen.
  • Bestrahlung der Modellphasen mit Au- und He-Ionen, um Rückstoßschäden und
    Heliumeinlagerung gezielt nachzustellen, sowie Langzeit-Selbstbestrahlungsversuche an Pu-
    dotierten Oxidphasen.
  • Umfassende Charakterisierung der nicht-bestrahlten und bestrahlten Proben mit
    Röntgenbeugung, Raman-Spektroskopie, Elektronenmikroskopie und
    Röntgenabsorptionsspektroskopie.
  • Untersuchung, wie sich Struktur und Chemie der Materialien unter Bestrahlung verändern, von
    der Dosis-Wirkungs-Beziehung bis zum Löslichkeitsverhalten von Helium.
  • Auswertung der Messdaten gemeinsam mit den Modellierungspartnern des Verbunds, mit dem
    Ziel Eingabeparameter für Defektmodelle und SCIANTIX-Simulationen bereitzustellen.
  • Präsentation der Forschungsergebnisse auf internationalen Konferenzen sowie Veröffentlichung
    in wissenschaftlichen Fachzeitschriften.
  • Aktive Mitarbeit in Projektbesprechungen und im wissenschaftlichen Austausch innerhalb des
    ATLAS-Konsortiums.

Erwartete Qualifikationen

Das bringen Sie mit
Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder Diplom) im Fach Chemie

Das wünschen wir uns von Ihnen

  • Fundierte Kenntnisse der Anorganischen Festkörperchemie und/oder Radiochemie.
  • Erfahrung in der Synthese und Charakterisierung anorganischer Materialien.
  • Kenntnisse strukturaufklärender und spektroskopischer Methoden (z. B. Röntgenbeugung,
    Raman- oder Röntgenabsorptionsspektroskopie).
  • Interesse an Actinoidenchemie und strahlungsinduzierten Prozessen in Materialien.
  • Bereitschaft zum Umgang mit offenen radioaktiven Stoffen.
  • Bereitschaft zu mehrwöchigen Forschungsaufenthalten an Partnereinrichtungen in Deutschland.
  • Bereitschaft, in der Strahlenschutzorganisation der Arbeitsgruppe mitzuwirken.
  • Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift.
  • Deutschkenntnisse.
  • Selbstständige und sorgfältige Arbeitsweise sowie Freude an der Zusammenarbeit in einem
    interdisziplinären Team.

Hinweise zur Bewerbung

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann freuen wir uns auf Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen:

  • Motivationsschreiben (maximal eine Seite) mit einer kurzen Darstellung Ihrer bisherigen
    Forschungserfahrungen.
  • Tabellarischer Lebenslauf.
  • Zeugnisse über den Bachelor- und Masterabschluss (bzw. Diplom).

Bitte senden Sie uns Ihre Bewerbung ausschließlich über unser Karriereportal, indem Sie auf den Button „Jetzt bewerben“ klicken. Bewerbungen in Papierform oder per E-Mail können leider nicht berücksichtigt werden.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Nina Huittinen (nina.huittinen@fu-berlin.de)

Schwerbehinderte werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt.
Die Freie Universität Berlin fordert Frauen sowie Personen mit Migrationsgeschichte ausdrückli

Mit der Abgabe einer Onlinebewerbung geben Sie als Bewerber*in Ihr Einverständnis, dass Ihre Daten elektronisch verarbeitet und gespeichert werden.
Wir weisen darauf hin, dass bei ungeschützter Übersendung Ihrer Bewerbung auf elektronischem Wege von Seiten der Freien Universität Berlin keine Gewähr für die Sicherheit übermittelter persönlicher Daten übernommen werden kann.
Schwerbehinderte werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt.
Die Freie Universität Berlin fordert Frauen sowie Personen mit Migrationsgeschichte ausdrücklich zur Bewerbung auf. Vorstellungskosten können von der Freien Universität Berlin leider nicht übernommen werden.
Bewerbungsunterlagen werden nicht zurückgesandt. Bitte reichen Sie Ihre Unterlagen nur in Kopie ein.

Fakten

Veröffentlicht 27.08.2026
Kategorie Wissenschaftliche Mitarbeiter*in
Standort Deutschland, Berlin
Aufgabengebiet Natur- & Umweltwissenschaften, Wissenschaft & Forschung, Chemie, Forschung
Beginn frühestens frühestmöglich
Dauer befristet bis zum 31.10.2029
Umfang mit 75%-Teilzeitbeschäftigung
Vergütung Entgeltgruppe 13 TV-L FU
Arbeitssprache & erwartetes Niveau
  • Deutsch ( gute Kenntnisse )
  • Englisch ( fließend in Wort und Schrift )
Homepage https://www.fu-berlin.de/

Anforderungen

Abschluss Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder Diplom) im Fach Chemie
Studiengang Naturwissenschaften & Mathematik, Chemie

Kontakt

Kennziffer DM-881
Kontakt-Person Prof. Dr. Nina Huittinen
Kontakt-E-Mail nina.huittinen@fu-berlin.de

Bewerben

Bewerbungsfrist 28.09.2026
Kennziffer DM-881
Online https://jobs.fu-berlin.de/job-invite/DM-881/