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Of­f­re 70 sur 106 du 28/10/2019, 10:25

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Freie Uni­ver­si­tät Ber­lin - Exzel­lenz­aus­schrei­bun­gen - EXC 2020 "Tem­po­ral Com­mu­nities"

Im Exzel­lenz­clus­ter 2020 „Tem­po­ral Com­mu­nities: Doing Lite­ra­ture in a Glo­bal Per­spec­tive“ (www.temporal-communities.de) ist die Posi­tion einer/s Wiss. Mit­ar­bei­te­rin/Mit­ar­bei­ters (Post­doc) zu beset­zen. Ziel des Exzel­lenz­clus­ters EXC 2020 "Tem­po­ral Com­mu­nities: Doing Lite­ra­ture in a Glo­bal Per­spec­tive" ist es, die Kon­zep­tion von Lite­ra­tur in glo­ba­ler Per­spek­tive grund­le­gend neu zu den­ken. Mit dem Kon­zept der „Tem­po­ral Com­mu­nities“ wird dabei unter­sucht, wie Lite­ra­tur über Räume und Zei­ten hin­weg aus­greift und dabei – manch­mal über Jahr­tau­sende – kom­plexe Netz­werke aus­bil­det und in stän­di­gem Aus­tausch mit ande­ren Küns­ten, Medien, Insti­tu­tio­nen und gesell­schaft­li­chen Phä­no­me­nen steht. 


Wiss. Mit­ar­bei­ter/-in (Post­doc) (m/w/d)

Voll­zeit­be­schäf­ti­gung
befris­tet auf 1 Jahr
Ent­gelt­gruppe 13 TV-L FU
Ken­nung: EXCTC PROKO_Anthol1_2020

Auf­ga­ben­be­sch­rei­bung:

Die Stelle wird in dem in der Rese­arch Area 4 „Literary Cur­ren­cies“ des EXC 2020 ange­sie­del­ten Pro­jekt „Kon­zepte und Prak­ti­ken digi­ta­ler Autor­schaft“ (Lei­tung: Prof. Dr. Michael Gam­per) besetzt. Sie bie­tet Gele­gen­heit, ein the­ma­tisch eng mit die­sem Clus­ter­pro­jekt ver­knüpf­tes eige­nes Post­doc-Pro­jekt zu ent­wi­ckeln und ggf. einen Antrag zur eigen­stän­di­gen Ein­wer­bung einer Pro­jekt­för­de­rung vor­zu­be­rei­ten. 
Das Pro­jekt geht davon aus, dass sich durch die dig­tale For­ma­tie­rung und Dis­tri­bu­ie­rung von Text­pro­duk­tion das Ver­hält­nis von Text und Pro­du­zent/in beson­ders nach­hal­tig ver­än­dert und sich somit auch neue Modelle von Autor­schaft her­aus­bil­den, die klas­si­sche Kon­zepte über­schrei­ten. Aspekte des 'Besit­zes', des 'Cha­ris­mas', der Tem­po­ra­li­tä­ten und der Inter­ak­tion mit der Leser/innen­schaft tre­ten in die­ser Hin­sicht beson­ders pro­mi­nent her­vor. Beson­de­res Augen­merk gilt dabei auch der Her­aus­bil­dung von Wei­sen kol­lek­ti­ver Autor­schaft (koope­ra­tiv/kol­la­bo­ra­tiv/koop­tiv) sowie der Gene­rie­rung des Zusam­men­hangs von Autor­schaf­ten und Gemein­schaf­ten. Dies schließt das Span­nungs­feld von ‚Anony­mi­tät’ und Autor­schaft ein: Gemein­schafts­bil­dung und die pro­gram­ma­ti­sche Zurück­wei­sung indi­vi­du­el­ler Autor­schaft wer­fen in ver­schärf­ter Form Fra­gen nach dem per­so­na­len Cha­rak­ter von Autor­schaft unter Ein­schluss urhe­ber­recht­li­cher Aspekte auf. Dis­ku­tiert wer­den sol­len die Struk­tu­ren und Ver­hält­nisse digi­ta­ler Autor­schaf­ten vor dem Hin­ter­grund und im Ver­gleich mit (his­to­ri­schen) Autor­schafts-Dis­po­si­ti­ven nicht-digi­ta­ler Art, um kom­pa­ra­tiv und kon­tras­tiv Ähn­lich­kei­ten, Kon­ti­nui­tä­ten und Dif­fe­ren­zen her­aus­zu­ar­bei­ten.

Auf­ga­ben­ge­biet:
  • Durch­füh­rung eines auf 12 Monate ange­leg­ten For­schungs­pro­jekts in Ver­bin­dung mit dem Pro­jekt „Pre­mo­dern Antho­lo­gies“ im EXC 2020 „Tem­po­ral Com­mu­nities“ zur Kon­zep­tion eines Spin-off-Pro­jekts zur Ästhe­tik des Schrei­bens bzw. des Umgangs mit Text­for­ma­ten in Hin­sicht auf funk­tio­nale Impli­ka­tio­nen (Kri­tik, Refle­xion, Aus­hand­lung ethi­scher wie sozio-poli­ti­scher Fra­gen) im Blick auf Schreib­pro­zesse und Gen­res, deren kri­ti­sches Poten­tial sich z.B. in Ver­fah­ren des Abbru­ches, der Dis­kon­ti­nui­tät, Frag­men­ta­ri­sie­rung, Über­schrei­bung, Assem­bla­ge­tech­ni­ken, Kol­la­tio­nie­rung etc. von ver­schie­de­nen Medien und Mate­ria­lien arti­ku­liert
  • kon­zep­tu­elle Mit­ar­beit an der Vor­be­rei­tung einer inter­na­tio­na­len Kon­fe­renz zum Thema „Antho­lo­gi­sie­ren als trans­kul­tu­rel­les Ver­fah­ren“ (Arbeits­ti­tel) 2021
  • Mit­ar­beit an der Ent­wick­lung einer theo­re­ti­schen Grund­le­gung eines Kon­zep­tes mate­ri­al­äs­the­ti­scher Refle­xion und Kri­tik
  • Mit­ge­stal­tung eines aus dem Kon­text von Pre­mo­dern Antho­lo­gies her­vor­ge­hen­den For­schungs­kon­zep­tes, das vor­mo­derne und aktu­elle Schrei­ben­ver­fah­ren und Text­for­mate in Bezie­hung setzt und ins­be­son­dere Kon­zep­ten von écri­ture Rech­nung trägt (gemein­sam mit den Pro­jekt­lei­te­rin­nen)
  • Unter­su­chung von ästhe­tisch-mate­ria­len, expe­ri­men­tel­len Publi­ka­ti­ons­ver­fah­ren und Ent­wick­lung eines mög­li­chen Text­for­mats inner­halb des Clus­ters (gemein­sam mit den Pro­jekt­lei­te­rin­nen)
  • Regel­mä­ßige Teil­nahme an Arbeits­sit­zun­gen und Work­shops der Rese­arch Area 3 und des Pro­jekts „Pre­mo­dern Antho­lo­gies “
  • Gele­gen­heit zur Vor­be­rei­tung eines eige­nen For­schungs­pro­jekts im Kon­text des Clus­ter­pro­jekts „Pre­mo­dern Antho­lo­gies “ wird gege­ben.

Er­war­te­te Qua­li­fi­ka­tio­nen:

Ein­stel­lungs­vor­aus­set­zun­gen:

Sehr gute Pro­mo­tion in der Phi­lo­so­phie oder in Lite­ra­tur- oder Kul­tur­wis­sen­schaf­ten

Erwünscht:

  • Doku­men­tierte Stu­dien- bzw. For­schungs­schwer­punkte in der Phi­lo­so­phie in Kom­bi­na­tion mit einer Lite­ra­tur- oder Kul­tur­wis­sen­schaft

  • Exper­tise im Gebiet der Lite­ra­tur­theo­rie (z.B. Meta­pho­ro­lo­gie, Essay­is­tik, Sprach­kri­tik) und der Ästhe­tik
  • Erfah­rung in der eigen­stän­di­gen Ver­an­stal­tungs­or­ga­ni­sa­tion (Tagun­gen, Work­shops)

  • Inter­na­tio­nale Erfah­rung in Lehre und/oder For­schung an Uni­ver­si­tä­ten und/oder Kunst­hoch­schu­len

  • Publi­zis­ti­sche Erfah­rung

  • sehr gute Deutsch- und Eng­lisch­kennt­nisse (eine der bei­den Spra­chen min­des­tens auf dem Niveau C1 GER, die andere min­des­tens auf dem Niveau B2 GER)

  • gute Kennt­nisse in einer alten Spra­che (z.B. Latein, Alt­grie­chisch, Chi­ne­sisch, Per­sisch)

  • Bereit­schaft, mit aka­de­mi­schen wie außer­aka­de­mi­schen Insti­tu­tio­nen sowie inter­na­tio­na­len Part­nern des Clus­ters zu koope­rie­ren und aktiv an der Pro­jekt­ent­wick­lung mit­zu­wir­ken
  • Lehr­er­fah­rung und Bereit­schaft zur Ent­wick­lung von neuen For­ma­ten for­schungs­ori­en­tier­ter Lehre

Hin­wei­se zur Be­wer­bung:

Wei­tere Infor­ma­tio­nen erteilt Frau Katja Hein­rich (k.heinrich@fu-berlin.de / +49 30 838 55057).

Bewer­bun­gen kön­nen mit den übli­chen Unter­la­gen sowie einem maxi­mal 3-sei­ti­gen Exposé eines eige­nen geplan­ten For­schungs­pro­jekts zum genann­ten Thema inklu­sive eines Zeit­plans (Jan.-Dez. 2020) in deut­scher oder eng­li­scher Spra­che unter Angabe der Ken­nung im For­mat PDF (vor­zugs­weise als ein Doku­ment) ein­ge­reicht wer­den. Auf­grund des hohen Ver­wal­tungs­auf­wands bit­ten wir vor­zugs­weise um elek­tro­ni­sche Bewer­bun­gen (Ein­rei­chung als EIN pdf-Doku­ment) elek­tro­nisch per E-Mail zu rich­ten an Frau Prof. Dr. Anne Eus­ter­schulte: aneuster@zedat.fu-berlin.de oder per Post an die

Freie Uni­ver­si­tät Ber­lin
Exzel­lenz­aus­schrei­bun­gen
EXC 2020 „Tem­po­ral Com­mu­nities“
Frau Prof. Dr. Anne Eus­ter­schulte
Alten­stein­str. 15
14195 Ber­lin (Dah­lem)

Mit der Abgabe einer Online­be­wer­bung geben Sie als Bewer­ber/in Ihr Ein­ver­ständ­nis, dass Ihre Daten elek­tro­nisch ver­ar­bei­tet und gespei­chert wer­den.
Wir wei­sen dar­auf hin, dass bei unge­schütz­ter Über­sen­dung Ihrer Bewer­bung auf elek­tro­ni­schem Wege von Sei­ten der Freien Uni­ver­si­tät Ber­lin keine Gewähr für die Sicher­heit über­mit­tel­ter per­sön­li­cher Daten über­nom­men wer­den kann.

Schwer­be­hin­derte wer­den bei glei­cher Qua­li­fi­ka­tion bevor­zugt berück­sich­tigt.
Die Freie Uni­ver­si­tät Ber­lin for­dert Frauen aus­drück­lich zur Bewer­bung auf. Bewer­bun­gen von Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund, die die Ein­stel­lungs­vor­aus­set­zun­gen erfül­len, sind aus­drück­lich erwünscht.

Vor­stel­lungs­kos­ten kön­nen von der Freien Uni­ver­si­tät Ber­lin lei­der nicht über­nom­men wer­den. Bewer­bungs­un­ter­la­gen wer­den nicht zurück­ge­sandt. Bitte rei­chen Sie Ihre Unter­la­gen nur in Kopie ein.