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Angebot 32 von 74 vom 12.05.2022, 12:00

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Cha­rité - Uni­ver­si­täts­me­di­zin Ber­lin - CC17 Kli­nik für Päd­ia­trie m.S. Onko­lo­gie und Häma­to­lo­gie

Tumorre­zi­dive gehö­ren zu den schwie­rigs­ten kli­ni­schen und grund­le­gen­den Pro­ble­men bei Krebs­er­kran­kun­gen. Mit den der­zei­ti­gen Behand­lungs­pro­to­kol­len kann oft eine voll­stän­dige kli­ni­sche Remis­sion erreicht wer­den, aber den­noch kommt es regel­mä­ßig zu Rück­fäl­len als behand­lungs­re­sis­tente Erkran­kung. Rück­fälle kön­nen auf zusätz­li­che gene­ti­sche Muta­tio­nen oder auf Ver­än­de­run­gen des Zell­phä­no­typs zurück­zu­füh­ren sein. Bei eini­gen Tumor­ar­ten kön­nen die Tumor­zel­len einen pri­mi­ti­ven Phä­no­typ anneh­men, der gegen Medi­ka­mente resis­tent ist. Sol­che Zel­len kön­nen die Behand­lung über­le­ben und Rück­fälle aus­lö­sen, aber ihre Rolle ist rät­sel­haft. The­ra­pien, die gezielt sol­che pri­mi­ti­ven Zel­len aus­rot­ten, könn­ten das Auf­tre­ten von Rück­fäl­len ver­hin­dern und die kli­ni­schen Ergeb­nisse ver­bes­sern.

Wis­sen­schaft­li­che/r Mit­ar­bei­ter*in

Cha­rité Cam­pus Virchow-Kli­ni­kum

Aufgabenbeschreibung:

Das Neu­ro­blas­tom ist ein Tumor des peri­phe­ren Ner­ven­sys­tems, der im Kin­des­al­ter auf­tritt. Nach einer The­ra­pie gehen die meis­ten Neu­ro­blas­tome im Hoch­ri­siko-Sta­dium in eine voll­stän­dige kli­ni­sche Remis­sion, aber die Mehr­heit erlei­det schließ­lich einen Rück­fall mit töd­li­chem Aus­gang. Kürz­lich wurde fest­ge­stellt, dass Neu­ro­blas­tom­zel­len zwei Phä­no­ty­pen anneh­men kön­nen. In vitro kön­nen die Zel­len zwi­schen einem mesen­chy­ma­len und einem adrener­gen Phä­no­typ trans­dif­fe­ren­zie­ren. Die mesen­chy­ma­len, unrei­fen Zel­len sind mul­ti­re­sis­tent, aber es ist noch rät­sel­haft, ob sie in vivo eine Rolle spie­len und für die Rück­fall­ent­wick­lung bei Neu­ro­blas­tom-Pati­en­ten ver­ant­wort­lich sind. Die­ses Pro­jekt wird sich auf die Rolle des unrei­fen Zell­typs bei der Rück­fall­ent­wick­lung in Modell­sys­te­men und auf die Prä­va­lenz die­ser Zel­len bei Pati­en­ten kon­zen­trie­ren. Die Rück­fall­ent­wick­lung wird in Maus­mo­del­len des Neu­ro­blas­toms unter­sucht, und es wer­den Ein­zel­zell-RNA­seq und gezielte Medi­ka­mente ein­ge­setzt, um die Rolle des unrei­fen Zell­typs zu defi­nie­ren. Bio­in­for­ma­ti­sche Ana­ly­sen spie­len bei die­sen Stu­dien eine wich­tige Rolle. Das Neu­ro­blas­tom bil­det einen Schwer­punkt in der For­schung der Abtei­lung Päd­ia­tri­sche Onko­lo­gie der Cha­rité. Diese bie­tet eine hoch­mo­derne For­schungs­um­ge­bung in der inspi­rie­ren­den Stadt Ber­lin.

Wis­sen­schaft­li­chen Mit­ar­bei­tern und Mit­ar­bei­te­rin­nen wird nach Maß­gabe ihres Dienst­ver­hält­nis­ses aus­rei­chend Zeit zu eige­ner wis­sen­schaft­li­cher Arbeit gege­ben.

Erwartete Qualifikationen:

Wir suchen einen Post-Doc mit einem Dok­tor­ti­tel und einem Hin­ter­grund in Mole­ku­lar­bio­lo­gie und dem Ehr­geiz, eine starke For­schungs­li­nie zu rea­li­sie­ren. Das Pro­jekt befasst sich mit einem grund­le­gen­den Krebs­pro­blem, zielt aber dar­auf ab, dies mit der Suche nach kli­ni­schen Ansät­zen zu ver­bin­den, die das Schick­sal von Neu­ro­blas­tom-Pati­en­ten ver­bes­sern. Eigen­in­itia­tive und Kon­takt­freu­dig­keit, um in einem mul­ti­dis­zi­pli­nä­ren Umfeld zu arbei­ten, sind daher wich­tig. Der Bewer­ber (m/w/d) sollte über Erfah­run­gen mit mole­ku­la­ren Ana­ly­sen und Zell­kul­tu­ren ver­fü­gen und ein Inter­esse an Hoch­durch­satz- und bio­in­for­ma­ti­schen Ana­ly­sen haben. Der Bewer­ber (m/w/d) soll flie­ßend Eng­lisch und vor­zugs­weise sehr gut Deutsch spre­chen.

Bewer­ber mit einem Abschluss, der nicht an einer deut­schen oder euro­päi­schen Hoch­schule erwor­ben wurde, müs­sen wäh­rend des Ein­stel­lungs­ver­fah­rens eine von der Zen­tral­stelle für aus­län­di­sches Bil­dungs­we­sen (ZAB, https://www.kmk.org/zab/central-office-for-foreign-education/) aus­ge­stellte Ver­gleich­bar­keits­be­schei­ni­gung vor­le­gen, um ihre Aus­bil­dung ord­nungs­ge­mäß aner­ken­nen zu las­sen.

Hinweise zur Bewerbung:

Bitte sen­den Sie sämt­li­che Bewer­bungs­un­ter­la­gen, wie. z.B. Anschrei­ben, Lebens­lauf, Zeug­nisse, Urkun­den usw.
unter Angabe der Kenn­zif­fer an fol­gende Adresse:
Cha­rité - Uni­ver­si­täts­me­di­zin Ber­lin
CVK, Pediatric Onco­logy and Hema­to­logy,
Prof. Rogier Vers­teeg
Augus­ten­bur­ger Platz 1, 13353 Ber­lin;

Bitte Bewer­bun­gen nur auf Eng­lisch, per Email und in einer Datei sen­den!
E-Mail­adresse zum Ein­sen­den der Bewer­bungs­un­ter­la­gen:
rogier.versteeg@charite.de